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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A0S8488 A0S848 -   € -   €
 
 
 

HHLA kaufen


07.08.2009
SRH AlsterResearch

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Oliver Drebing, Analyst von SRH AlsterResearch, stuft die Aktie der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) (ISIN DE000A0S8488 / WKN A0S848) weiterhin mit dem Rating "kaufen" ein.

Mit zuversichtlichen Aussagen werde das Management der HHLA bei der anstehenden Präsentation der Halbjahreszahlen voraussichtlich sehr sparsam umgehen. Hätten die Analysten im Mai noch erwartet, dass das vorangegangene 1. Quartal 2009 den Tiefpunkt des abgewickelten Transportvolumens markieren würde, so würden sie aktuell allenfalls mit einem Auffangen der Abwärtsbewegung, noch nicht mit einer Trendumkehr rechnen. Die im letzten Quartalsbericht benannten Faktoren eines erhöhten Preisdrucks und der abnehmenden Lagerleistungen würden sich eher weiter verfestigt haben.

Überproportional von der Rezession betroffene Warenströme seien der Europa-Asien-Verkehr und der Austausch mit Nord-Osteuropa, an die die Dynamik insbesondere des Hamburger Hafens geknüpft sei.

Um den aktuellen Riss bei Umschlagaufkommen und der Inanspruchnahme von Serviceleistungen zu erklären, würden weitere Faktoren hinzukommen. Die Dynamik der letzten Jahrzehnte sei von Spitzenlasten, von Kapazitäten am Rande ihrer Belastbarkeit und entsprechenden Knappheitspreisen geprägt gewesen. In der aktuellen Situation offenbare sich, dass der Hamburger Hafen mehr noch als andere Anlaufstellen der europäischen Nordrange (Antwerpen, Rotterdam, B'haven) von der Knappheitssituation profitiert habe und aktuell entsprechend unter dem Überangebot der Logistikkapazitäten leide. Wenn das Tempo und die Zuverlässigkeit zählen würden und für die Containerlinien wirtschaftlichen Stellenwert hätten, sei der Hamburger Hafen gefragt wie kaum ein Zweiter.

Wenn diesen Leistungsversprechen kein Nutzen zugeordnet werde, wie in der aktuellen Ausnahmesituation der Fall, würden preisgünstigere Alternativen vorgezogen, insbesondere dann, wenn sie zur Auslastung der den Linienreedereien gehörenden Terminals beitragen würden. In jeder anderen Phase eines Konjunkturzyklus werde sich erweisen, dass die Leistungen des Infrastrukturunternehmens HHLA schwer substituierbar seien. Sie seien für die Grundlast notwendig, nicht bloß "nice to have". Ohnehin werde die Auseinandersetzung mit Spitzenlasten nach Ende der Rezession sehr rasch wieder den Normalfall darstellen. Die absolut steigende Schiffstonnage stelle eine direkte Bedrohung für die Reeder dar, nicht für Hafengesellschaften.

Für den Zeitraum April bis Juni würden die Analysten einen nochmaligen Umsatzrückgang gegenüber dem 1. Quartal prognostizieren. Das Betriebsergebnis (EBIT) würden sie auf 31 Mio. EUR (Q1 09: 48 Mio. EUR), und das EPS bei 0,11 EUR (Q1 09: 0,27 EUR) schätzen. In den genannten Prognosezahlen unberücksichtigt seien ein Veräußerungsverlust aus der Abgabe von combisped und eine Wertberichtigung auf den Container Terminal Lübeck (Ansatz Bilanzstichtag 2008: 12,6 Mio. EUR und 4,8 Mio. EUR). Die Einstellung des Bahnverkehrs nach Lübeck, die Aufgabe des Terminals und die Trennung vom Feedergeschäft nach Finnland und St. Petersburg seien von untergeordneter Bedeutung.


In Jahren rasanten Wachstums hätten diese Dienste ebenfalls stark zugelegt, weil sie geholfen hätten, Spitzenlasten zu bewältigen. Kaufmännisch gerechnet habe sich der Lübeck-Verkehr für den ehemaligen Staatsbetrieb HHLA nie. Die Rezession habe die Umkehrung politisch motivierter Entscheidungen beschleunigt.

Die Analysten würden zurückrudern und erneut eine Reduktion der Prognosen vornehmen. Für das Gesamtjahr 2009 würden sie das EPS auf 0,95 EUR (bisher: 1,36 EUR), und für 2010 auf 1,57 EUR (bisher: 1,82 EUR) schätzen.

Eine Periode, in der das Tempo und die Zuverlässigkeit von Logistik- Infrastruktur von untergeordneter Bedeutung seien, stelle eine absolute Ausnahme dar. Der Hamburger Hafen werde die aktuelle Situation überwinden. Für die fundamentale Bewertung der Aktie folge daraus ein niedrigeres Gewicht kurzfristiger Aspekte. Die mittel- und langfristige Perspektive würden die Analysten von deutlich zweistelligen Wachstumsraten geprägt erwarten.

Das Kursziel für die HHLA-Aktie würden die Analysten bei 35 EUR belassen. Ergebnismultiplikatoren zu 2009 würden dabei weiterhin außer Acht bleiben. Auf Basis der Prognosen die Analysten für 2010 und ihrer Kurszielformulierung ergebe sich ein Ziel-KGV bei 22. Angesichts kurzer Halbwertszeiten von Prognoseannahmen würden die Analysten in die Bewertungsüberlegung stärker ihren DCF-Ansatz einbeziehen, der für den Aktienkurs auf ein Potenzial bei 44 EUR hindeute (bisheriger DCF-Wert: 49 EUR).

Die Bewertungsvorstellungen der Analysten würden ambitioniert wirken. Doch einerseits sei die HHLA-Aktie als ein Infrastrukturtitel insoweit abgesichert, als die Unternehmensleistungen nur für einen eng begrenzten Zeitraum umgangen werden könnten. Andererseits würden die Analysten den Titel weiterhin als einen ausgesprochenen Wachstumswert einstufen.

Die Analysten von SRH AlsterResearch bekräftigen das "kaufen"-Anlageurteil für die HHLA-Aktie. (Analyse vom 07.08.2009) (07.08.2009/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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